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Mode 1983:

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Oversize in allen Längen

Oversize und superbreite Schultern sind die gemeinsamen Nenner der sehr vielseitigen Mode des Jahres 1983. Schulterpolster, die große Puffärmel überdimensional erscheinen lassen, haben Hochkonjunktur.

Die erwünschte Figurbetonung geben bis zu 30 cm breite Nieren- oder Miedergürtel aus Stretch. Darüber werden schmale Ledergürtel getragen. Auch durch neue Bundlösungen bei Hosen wird die Taillenbetonung erreicht, zum Beispiel durch Bundfalten, die über die Taille reichen.

Die Saumlänge ist kein Modethema. Teenager tragen Mini, ansonsten herrscht kniebedeckend bis wadenlang vor.

Gesellschaftsfähig sind auch Nappalederhosen. Sie werden mit Chiffon- oder Satinblusen à la Lana Turner, tief dekolletiert und mit üppigen Rüschen umsäumt, getragen. Die elegante, aber etwas biedere Dame zeigt Modebewusstsein durch kleine Toquen oder Canotiers mit kurzem Gesichtsschleier. Hosenanzüge trägt man in einem männlichen Business-Stil – oft mit Weste. Die Hosen sind schmal und nur knöchellang.

Mäntel wirken übergroß und kastig. An ihrer Stelle kann auch ein großes Plaid aus Mohair um den Körper gewickelt werden.

Der Pelzmantel ist Statussymbol. Fuchs und Nerz werden bevorzugt, sie werden quer- oder längs gestreift verarbeitet. Sportlich wirkt der Wendemantel, außen Nappaleder und innen in Streifen verarbeiteter Pelz.

Karl Lagerfeld, gebürtiger Hamburger, kreiert in Paris erstmals für das Haus Chanel die Haute Couture. Inès de la Fresange, Muse und Starmannequin von Karl Lagerfeld, stellt das neue Chanel-Kostüm und »kleine Schwarze« vor. Nichts haftet Lagerfelds Kreationen vom Staub der Vergangenheit an; sie sind vollkommen neu und unkompliziert interpretiert, mit breiten Schultern – auch aus Leder – und den üblichen Goldketten. Gemäß Coco Chanels Motto: »Luxus ist nicht das Gegenteil von Armut, sondern das Gegenteil von Gewöhnlichkeit« verzichtet Lagerfeld allerdings auf Gags oder Sensationen bei seinen Entwürfen für Chanel. Anders bei der Chloé-Kollektion: Hier bringt Karl Lagerfeld Witziges und Ungewöhnliches. Er lässt auf schwarze Shiftkleider Gitarren oder Duschen mit Wasserstrahl aus Strass Flitter und Perlen sticken.

Der Italiener Gianni Versace fasziniert 1983 mit Abendkleidern aus Oroton, ein Metallstrickstoff, der farbig bedruckt werden kann und an den Nähten per Laserstrahl zusammengeschweißt wird. Hightech setzt er auch bei Pullovern ein, auf die er computergesteuert antike Motive arbeiten lässt

Großen Einfluss auf die Mode haben die japanischen Designer. Rei Kawakubo bringt nicht »Kleider«, sondern »Umhüllungen« und »Wickelungen«. Pullover werden mit Löchern gestrickt, Wollschärpen über einen Zipfelrock gewickelt. Die Japaner möchten damit die perfekte Maschinenfabrikation in die Grenzen weisen; sie plädieren für Handgewebtes. T-Shirts sind so weit, dass sie von den Schultern gleiten, dafür wird ein Trägerhemd darüber getragen. Die Fesseln werden von Legwarmers umschlossen, die durch die Aerobic-Welle zu einem modischen Muss geworden sind und so ganz dem sehr legeren Stil entsprechen. Japaner und Punks beeinflussen den bei Jugendlichen beliebten Fetzen- und Löcher-Look.

Schwarz und Grau herrschen in vielen Schattierungen vor. Daneben behauptet sich im Sommer Weiß, beeinflusst durch den neuen »Gandhi«-Film (12.4.).

Teenager tragen preisgünstige Sweatkleider, die um die Hüften variabel hochgeschoppt und minikurz getragen werden. Als Hauskleidung schwärmen sie von babyblauen oder rosa Jogginganzügen aus weichem Fleece.

Als Frisur kommen nur kurze, wirr toupierte Haare à la Punk infrage Ganz Mutige lassen eine Strähne blau oder grün einfärben. Dazu wird ein Herrenhut – wie bei Rocksänger Boy George – keck in den Nacken geschoben.

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